Familie: Bruder Dieter
Rettungseinsätze

Weil er Angst davor hatte, für den Hubschrauberflug zahlen zu müssen, hat sich
ein Verletzter in Kärnten geweigert, mit dem Helikopter ins Spital gebracht zu
werden. Die ganze Familie hatte sich vor dem Rettungsteam im Haus versteckt. Der
Mann hatte sich bei einem Sturz über eine Stiege am Rücken verletzt, es bestand
der Verdacht auf einen Wirbelbruch.
Wie die "Kleine Zeitung" berichtet, hatte der
Verletzte bereits einmal eine Rechnung über 4.000 Euro für einen Transport mit
dem Rettungshubschrauber bezahlen müssen, daher die Panikreaktion.
Notarzt Dieter Kopper erklärte, man habe das Haus drei Mal umflogen, bis
man überhaupt feststellen habe können, am Unfallort zu sein. "Die Angehörigen
sind dann zu uns gekommen und wollten uns wieder wegschicken", so Kopper. Man
habe nur ein Rettungsauto angefordert, lautete die Begründung.
Erst nachdem der Arzt dem Verletzten versprochen hatte, alles dafür zu tun,
damit keine Rechnung gestellt wird, ließ sich der Patient doch mit dem
Hubschrauber ins Krankenhaus bringen.
Der Notarzt übte auch Kritik am derzeit praktizierten System: "Es kann doch
nicht sein, dass Verletzte aus Angst vor den Kosten vor der Flugrettung
versteckt werden."
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